90 Billions – Zeha Berlin

Die beiden Workaholics, Alexander Barré und Torsten Heine produzieren Schuhe für Weltenbummler.

Heute hilft kein Fussdeo und keine orthopädische Einlage, Sie stellen sich mutig unseren Fragen.

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Im Jahr 2002 wart Ihr, -trotz Sneakerflut- mutig genug und habt das marode und ehemalige DDR-Vorzeigeunternehmen „ZEHA“ aufgekauft und die Tradition/Qualität nicht verleugnet. Muss man Idealist sein oder knallharte Buchführungsratte für so ein Vorhaben?

A: Keins von beiden trifft zu. Der Grundgedanke, ggfs. einige alte Restbestände zu kaufen, ging ja sofort unter, da es außer alten Bildern, Schnitten und Leisten sowie einige alte Modelle praktisch nicht mehr viel gab. Also haben wir uns kurz entschlossen dazu hinreißen lassen, unsere Lieblingsmodelle neu bauen zu wollen. Möglich war´s nur, weil -wie ein alter Modelleur zu uns damals sagte-, wir keine Ahnung hätten, worauf wir uns da einlassen würden; denn sonst würden wir jetzt wieder brav nach Hause fahren und unsere eigentlichen Jobs machen. Recht hatte er, aber gemacht haben wir unsere Schuhe trotzdem.

T: Eine nicht allzu genaue Vorstellung von dem, was einen eigentlich erwartet, soll heißen, ganz am Anfang ist eher der IDEALIST in einem gefragt.

Nun wird’s intim, habt Ihr Schweißfüßchen?

A: Ja klar, ganz extrem, deshalb haben wir die preisstabilen Gummistiefel aus dem Schuhfachhandel ja auch gegen unsere Lederschuhe getauscht, damit der Fuß mal wieder durchatmen kann.

T: Nein, wie auch, trage ausschließlich ZEHA’s (grinst)

Eure aktuelle Kollektion heißt „IDEAL“, ideal für Jedermann oder wie darf ich mir das vorstellen?

A: Unsere neue Kollektion heißt IDEAL, aktuell haben wir drei Sneaker Kollektionen. Der Schuh ist einfach ideal für den, der ihn trägt. Der Name resultiert aus einem „Facebookfindungswettbewerbprozess“, bei dem es Namensvorschläge gab und unsere Fans abgestimmt haben. And the winner is: IDEAL

T: Die Schuhe der IDEAL Kollektion sind tatsächlich absolute Allroundtalente und damit der „ideale“ Begleiter durch den urbanen Alltag.

Barfuss oder Lackschuh?

A: Je nach Wetter und Situation, am Strand natürlich gern Barfuss! Ansonsten haben wir seit dieser Saison auch das erste Mal einige Lackschuhe in der Kollektion, mal sehen was unsere Kunden dazusagen. Aber nur für Frauen, sorry.

T: Barfuss

Wie steht Ihr zu Schuhfetischismus? Sexy oder….?

A: Privat oder geschäftlich? Hey, ganz ehrlich, an der Stelle  mal ein offenes Wort. Wenn ich mir so die Schuhe anschaue, die ab und an zur Reparatur kommen, fragst du nicht mehr, ob sexy…einige vergessen wohl leider bei der Bedarfspflege, daß der Körper nicht an den Knien endet…

T: Wir lieben Schuhfetischismus. Nur von Bedarfskäufern kann keiner Leben, und mit einem gewissen Maß an Unvernunft macht doch alles mehr Spaß – ergo, Schuhfetischismus ist SEXY (schmunzelt)

Erklärt uns in kurzen Stichworten, was Eure Schuhe von anderen unterscheidet und warum „ZEHA“ die Weltherrschaft übernehmen soll?

A: Wie ich aus einer geheimen, aber zuverlässigen Quelle weiß, tragt ihr beide IDEAL-Sneaker, ihr kennt also die Antwort auf diese Frage. (lacht)

Aber mal im Ernst, speziell unsere Leder, in die wir viel investieren, unser unverwechselbarer urbaner Stil und zudem die Leistenform machen einen echten ZEHA aus. Ich hab neulich ein Foto von einem Kunden bekommen, der seine 14 Paar ZEHAs fotografiert hatte. Da ist jede weitere Frage zwecklos.

T: ZEHA bietet eine in dieser Konsequenz einmalige Verbindung von Geschichte, traditioneller Handwerkskunst, hochwertigsten Materialien und urbaner Fashion – und das alles ganz bewusst „Made in Europe“

Interview: Jan Luckenbill Styling: Henning Schulz Photos: Oliver Rath
 Zeha Berlin


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