90 Billions – Caro Clash

CARO CLASH, eine sensible junge Schweizerin die in Berlin das Kind in sich wiederentdeckt.
Im konservativen Kostüm der kranken Revolutionärin erzählt Sie von Mexiko und jagendem Koriander…

Boom und Sie war da, CARO CLASH! Wer und was bist Du?

Caro Clash ist meine Kunstfigur, die herrlich viel Unsinn machen kann. (schmunzelt)

Und „Boom“ passt bestens, Boom hat es bei mir mit Berlin gemacht als ich den Puls spürte, der mich mitreißt, das brauche ich. In der Schweiz wäre ich eingeschlafen,(lacht) dort war ich recht isoliert und abgekapselt.

Ja, wer bin ich? Ich bin eine Beobachterin aus Bern, rauche, bin tätowiert, vertrete Links und studiere Kunst, Kunst ist der Ausdruck des inneren meines Herzens. Ach, und eine kranke Revolutionärin im konservativen Kostüm bin ich zudem auch noch!(grinst)

Noch nicht lange in Berlin……Warum jetzt?

Es war das einzig Richtige jetzt zu tun, mein Leben wäre stehen geblieben und ich musste deshalb dringend was ändern.

 

Braucht die Welt einen Superhelden bzw. -heldin?

Na ja, Caro Clash ist eine Superheldin, schon als Kind wollte ich Weltverbesserin werden, bin aber auf die Schnauze gefallen. Ich bin aber immer im konservativen Kostüm unterwegs, vielleicht gibt es das noch nicht?! Ich werde ja schon häufig kritisiert, dass ich so klassisch-konservativ aussehe, aber meine adeligen Wurzeln kann ich nun mal schlecht verdrängen.

Was kann man von Dir zu jeder Zeit bekommen?

Gerne den Koriander auf Frühlingsrollen, mit dem und Ingwer kann man mich „zu jeder Zeit“ jagen!(grinst)

Lohnt es sich erwachsen zu werden?

Nein! Mit dem habe ich sehr viele Schwierigkeiten, ich war immer ein sehr fröhliches Kind, bin aber schnell erwachsen und, damit verbunden ernst geworden durch meine Auslandserfahrungen in Mexiko. In Berlin lerne ich wieder Kind zu sein, das tut mir gut. Als Menschenrechtsbeobachterin habe ich viel gesehen, während ich die Rebellengruppe „Zapatisten“ im Alter von 18 Jahren im Süden Mexikos begleitet habe.

Aus künstlerischer Sicht wirkt BERLIN wie auf Dich?

Es klingt doof, aber durch meinen Schwermut treibe ich mich in der Nacht rum, sehe viel und verarbeite es intensiv in meinen Bildern. Durch den angesprochenen Puls fand ich in Berlin ein neues Lebensgefühl.

Berlin ist wie ein Objekt, aber meine Gefühle zu dieser Stadt kann man nur in den Werken von mir erkennen.

Leidend oder quälend?

Quälend! Leidend wäre eindeutig zu weicheihaft, keine halben Sachen. Aber mich selber quälend, ich mag die Extremitäten, leidend ist was für Hausfrauen.

Quälend hat was von zu Grunde richten und ich finde ein Mensch muss das im Leben zumindest einmal getan haben, um aufzuprallen und wieder aufzustehen. Deshalb habe ich mir auch den Phönix auf den rechten Unterarm tätowieren lassen.

Ein Ziel im Leben?

Weltfrieden(lacht)….nein nein, das sagen doch alle, Du weißt doch ein typisches Gehabe!

Ich möchte das Caro Clash Imperium aufbauen, ich muss an mir arbeiten und mir selbst in den Arsch treten um voran zu kommen.

Meine Bilder sind der Motor zum dokumentarischen Filmemachen, das ist mein Ziel, Bilder sind das Herz und Filme der Kopf!

Was sollten wir abschließend noch unbedingt wissen von Dir?

Nur, weil ich still bin, bin ich noch lange nicht schüchtern, ich bleibe die Beobachterin und habe vor nichts mehr Angst.

Berlin sei Dir eine gute Kinderstube, der „Elternrath“ passt auf!

Text: Jan Luckenbill Photos: Oliver Rath

StylistBerlin Presents: Caro Clash Vernissage – 12.10.2011 – 19.00 – Mein Haus am See – Berlin

Visit: Caro Clash



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