90 Billions – Jan-Henrik M. Scheper-Stuke

Jan-Henrik Maria Scheper-Stuke, der Herr über Krawatten und Schleifen hat in Berlin seinen festen Platz, „90 Billions“ erzählt er warum er selbstreflektierend ist und keine Angst vor dem Alter hat…

In die Wiege wurde Dir was gelegt?

Ich glaube Authentizität, Durchsetzungsvermögen und das gute Aussehen meiner Mutter.

Was macht die Geschichte so reizvoll, dass die Tradition einen so elementaren Platz in Deinem Handeln und Tun hat? Was bedeutet für Dich Tradition?

Die Krawattenmanufaktur hat sich entwickelt zu meinem Leben und alle Freizeitbeschäftigungen oder Hobbys sind relativ nach hinten getreten. Die Firma bestimmt zu 100% mein Leben und ich bestimme gleichermaßen die Firma, so sind wir aufeinander abgestimmt. Die Manufaktur und ich sind eine Symbiose, die unsagbar viel Spaß macht und die Bedeutung von Tradition an sich schon ist, nämlich alt hergebrachte Dinge oder Riten ins 21. Jahrhundert zu führen. Wir leisten uns in Berlin „Handmade“ zu produzieren, in der heutigen Zeit recht einzigartig.

Machtmensch oder Mitläufer?

Ein Machtmensch, mit überwiegendem Hang zum Teamplayer!(grinst)

Man sagt Dir nach, ein marketinggewieftes Gesamtkunstwerk darzustellen, doch was gibt es denn noch hinter der ordentlich gebundenen Schleife zu entdecken? Welche Leidenschaften bleiben auf der Strecke Businessman?

Alles mögliche!(lacht) Ich bin eigentlich ein ganz pfiffiger Typ, der immer das sagt, was er denkt. Ich lebe jeden Tag aufs neue die Geschichte und bin dabei bedingungslos ich selbst.

Völlig auf der Strecke bleibt meine Leidenschaft zu Golf(lacht), seit zweieinhalb Jahren bereits schon.

Ist jetzt die beste Zeit deines Lebens?

Ich denke ja. Es gibt unglaublich viele Menschen die Angst haben alt zu werden und unheimliche Angst haben 30 zu werden. Na meine Güte, lasst uns doch 30 werden, lasst uns doch 40 werden! Alles entwickelt sich weiter und, wenn ich jetzt sagen würde ich hätte Angst vor dem Altern, dann hätt ich auch Angst vor der Zeit, aber ich habe keine Angst, ich will sehen was passiert und genau dafür brauche ich Zeit.

Wovor hast Du denn dann Angst?

Davor lebendig begraben zu werden….!

Als erfolgsverwöhntes Individuum behältst Du wie den Blick für das Wesentliche? Was ist eigentlich im Wesentlichen das Wesentliche?

Herr der Lage bleibe ich, da ich unheimlich selbstreflektierend bin, überall Fehler sehe und durch Familie und Freunde immer wieder geerdet werde.

Im Wesentlichen ist das Wesentliche beruflich gesehen, den Mitarbeitern der Manufaktur einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten. Privat ist es die Gesundheit, die kann man sich nicht kaufen.

Käme eine Deprivation gegenüber Krawatten und Schleifen für Dich nie in Frage? Was macht diese Arbeit so dauerhaft spannend?

Jeder, der in der Modebranche die Liebe zu Accessoires verliert ist ein armer Tropf! Es bleibt aber alles offen, ich bleibe für alles offen.

Aber da kontinuierlich immer etwas Neues entsteht, übe ich keine stupide Tätigkeit aus und halte so die Spannung.

Wenn die Zukunft ein Traum wäre, welche Rolle würde EDSOR Kronen und Jan-Henrik M. Scheper-Stuke darin spielen?

Dann wäre EDSOR Kronen ein international etabliertes Modeunternehmen, welches für Stil, Style und Dandyismus steht, eben für ein gewisses Klientel die das Besondere schätzt! Jan-Henrik selbst spiele weiterhin die Rolle des Geschäftsführers und des Testimoniums und dessen, der sich jeden Tag neu erfreut aus dem Kleiderschrank nehmen zu dürfen, was er will!

Let´s be a Dandy!!!

Text: Jan Luckenbill Assistent: Sebastian Marggraf – Photos: Oliver Rath

Visit: EDSOR KRONEN



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